ELGA e-Diagnose R4 (Draft)
0.1.0 - ci-build
ELGA e-Diagnose R4 (Draft) - Local Development build (v0.1.0) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions
Im Rahmen der Anwendung e-Diagnose werden folgenden Begriffe definiert:
Einträge: Alle vom GDA erfassten medizinischen Informationen. Folgende Arten von Einträgen können erfasst werden:
Conditions (Diagnosen)
Procedures (Prozeduren)
AllergiesIntolerances (Allergien und Intoleranzen)
Summary-Einträge: Eine Teilmenge der Einträge, die vom GDA als besonders wichtig für die weitere Behandlung bzw. für den nächsten GDA eingestuft werden.
Gesamtansicht: Zeigt alle Einträge der jeweiligen Kategorie (Diagnosen, Prozeduren oder Allergien und Intoleranzen). Die Darstellung erfolgt standardmäßig absteigend nach Datum. Eine alternative oder erweiterte Darstellung kann clientseitig erfolgen.
Summary-Liste: Enthält ausschließlich die als Summary-Einträge gekennzeichneten Einträge der jeweiligen Kategorie. Eine manuelle Sortierung der einzelnen Summary-Einträge innerhalb der jeweiligen Liste ist möglich.
Das Systemumfeld der e-Diagnose umfasst alle Akteure, Systeme und organisatorischen Einheiten, die im Rahmen der Dokumentation, Einsichtnahme oder Nutzung der gespeicherten Conditions, Procedures und AllergiesIntolerances eingebunden sind.
Im Fokus der e-Diagnose steht der ELGA-Teilnehmer und dessen Gesamtheit der dokumentierten Conditions, Procedures und AllergiesIntolerances, welche von GDA festgestellt werden und die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Behandlungsteams unterstützen sollen, um so einen bestmöglichen Outcome für den ELGA-Teilnehmer zu ermöglichen.
Der Zugriff von ELGA-Teilnehmern und deren Vertretungen auf die e-Diagnose erfolgt über das Gesundheitsportal unter Nutzung der bestehenden Identifikationsmechanismen. ELGA-Teilnehmer können Einsicht in ihre gespeicherten Daten nehmen sowie Teilnehmerrechte wahrnehmen. Eine direkte medizinische Dokumentation durch ELGA-Teilnehmer und deren Vertretungen ist nicht vorgesehen.
Die Einsichtnahme in die e-Diagnose sowie die Wahrnehmung von Teilnehmerrechten kann auch durch gesetzlich oder rechtswirksam bevollmächtigte Vertretungsbefugte (Vertretung) im Rahmen der jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen erfolgen. Der Zugriff erfolgt dabei – analog zu ELGA-Teilnehmern – über das Gesundheitsportal unter Nutzung der bestehenden Identifikationsmechanismen.
GDA dokumentieren und nutzen die Inhalte der e-Diagnose im Rahmen eines aktiven Behandlungsverhältnisses. Die Conditions, Procedures, Alerts/Flags und AllergiesIntolerances werden von GDA dokumentiert und stehen auch allen weiteren behandelnden bzw. berechtigten GDA zur Verfügung.
Der Zugriff erfolgt primär über angebundene Primärsysteme (z. B. AIS/KIS) oder alternativ über das GDA-Portal. Die Authentifizierung und Autorisierung erfolgen gemäß GTelG 2012 unter Nutzung des bestehenden ELGA-Berechtigungssystems. Der Zugriff ist ausschließlich im Rahmen eines aktiven Behandlungsverhältnisses zulässig. Perspektivisch ist sicherzustellen, dass die e-Diagnose allen Berufsgruppen zugänglich gemacht wird, für welche dies nach berufsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Vorgaben zulässig und geboten ist.
Zur organisatorischen Unterstützung bestehen als Teile der ELGA und e-Health Supporteinrichtung die ELGA-Ombudsstelle (OBST), die Widerspruchstelle (WIST) sowie die Serviceline (SEL):
OBST: Zur Wahrung der Teilnehmerrechte für ELGA-Teilnehmer und deren Vertretungen.
WIST: Zum Einbringen von Opt-Out bzw. GDA-Sperren für ELGA-Teilnehmer und deren Vertretungen (ohne Verwendung des ELGA-Portals).
SEL: Für Fragen und Auskünfte von ELGA-Teilnehmer und deren Vertretungen (Nutzung) und GDA (Nutzung und Anbindung an ELGA). Die SEL hat keinen Zugriff auf Gesundheitsdaten der ELGA-Teilnehmer, unterstützt allerdings in Verwendung der Systeme – beispielsweise indem die Verfügbarkeit von Systemen überprüft wird.
Die Erfassung der Daten erfolgt dabei strukturiert und standardisiert auf Basis von HL7 FHIR sowie SNOMED CT.
Unterstützt durch das e-Health-Codierservice kann parallel die Dokumentation gemäß Bundesgesetz über die Dokumentation im Gesundheitswesen (DokuG) gegenüber der Sozialversicherung (SV) und dem BMASGPK abgewickelt werden.