ELGA e-Medikation (R4) ENTWURF - Local Development build (v0.1.1) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions
Die "e-Medikation"
Der e-Medikationsplan
Inhalt des Medikationsplans (UC_eMed_05_H01)
Der Medikationsplan kann gelesen werden:
- Der Medikationsplan besteht aus einzelnen Einträgen
- Der Medikationsplan wird in der zuletzt erfassten Version angezeigt:
- Ist der Einnahmezeitraum eines Medikaments abgelaufen, wird der Eintrag ausgeblendet
- in der Versionshistorie kann die Version inkl. der abgelaufenen Einträge eingesehen werden
- Von ELGA-Teilnehmer:innen gelöschte Einträge werden in der Medikationsplanansicht nicht mehr angezeigt
- Die Einträge des Medikationsplans enthalten eine durch den GDA festgelegte Reihenfolge, z.B. zur fachlich sinnvollen Gruppierung und besseren Übersicht
Hinweis:
Reihenfolge von Medikationsplaneinträgen im Client-System:
Lesende Systeme können die durch die zentrale Anwendung gelieferte Reihenfolge der Medikationsplaneinträge nutzen und bei Bedarf eine andere Reihung vornehmen
- Einzelne Einträge können Korrekturvermerke (inkl. Freitext) enthalten und müssen dem:der Benutzer:in angezeigt werden
Hinweis:
Möglichkeiten für die Darstellung eines Korrekturvermerks im Client-System:
- Overlay mit korrigierter Angabe
- Ausgrauen der bisherigen Angabe
- Durchstreichen der bisherigen Angabe
- etc.
Hinweis:
Möglichkeiten zur Darstellung des Medikationsplans im Client-System:
Zu einzelnen Medikationsplaneinträgen können folgende Informationen zu geplanten und durchgeführten Abgaben angezeigt werden:
- zugehörige geplante Abgaben
- zugehörige durchgeführte Abgaben
- für Patient:innen ist insbesondere die Anzeige des zuletzt abgegebenen Präparats je Eintrag relevant, da dieses aktuell eingenommen werden soll
- Abgaben von Substitutionen
- Leerabgaben (Leerabgaben kennzeichnen, dass eine ursprünglich geplante Abgabe künftig nicht mehr bedient werden wird)
- Fachlich kann es sinnvoll sein, zusätzlich zum zuletzt erstellten Medikationsplan auch Abgaben darzustellen, die nicht auf den zuletzt erstellten Medikationsplan referenzieren (z.B. OTC-Abgaben oder Abgaben verschreibender GDA ohne ELGA-Anbindung)
- relevant sind dabei nur die zusätzlich abgegebenen Medikamente innerhalb des Zeitraums von der Erstellung der Medikationsplanversion bis zur Erstellung der nachfolgenden Medikationsplanversion
- GDA erhalten dadurch ein möglichst vollständiges Bild der tatsächlichen Medikation
Ansicht von Vorversionen (UC_eMed_05_H02)
Alle erfassten Vorversionen des Medikationsplans (in der Vergangenheit von GDA erfasst) können eingesehen werden
- Sofern eine gesamte Version eines Medikationsplans von einem:r ELGA-Teilnehmer:in gelöscht wurde, wird diese nicht mehr in der Historie angezeigt (dies gilt genauso für die zuletzt erfasste Version)
Hinweis:
Darstellung der Vorversionen im Client-System:
Vorversionen können in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden (absteigend nach Erstellungsdatum; „jüngster“ Medikationsplan zuerst)
- Die Ansicht einer Vorversion unterscheidet sich in ihrer Darstellungsform nicht von der zuletzt erfassten Ansicht des Medikationsplans
- In einer Vorversion werden abgelaufene Medikamente zur Nachvollziehbarkeit immer angezeigt und nicht ausgeblendet
Export des Medikationsplans (UC_eMed_05_H03)
Folgende Exportformate stehen für Benutzer:innen zur Verfügung:
- ELGA-Teilnehmer:in:
- PDF zum Ausdrucken bzw. zur Darstellung in der Druckansicht
- Strukturierter Datendownload (FHIR)
- GDA:
- PDF zum Ausdrucken bzw. zur Darstellung in der Druckansicht
Hinweis:
Softwaremodul für PDF-Export zur Einbindung im Client-System:
Für den PDF-Export stellt die ELGA GmbH ein Softwaremodul zur Verfügung, welches in den jeweiligen Softwaresystemen eingebunden werden kann. Dieses "FHIR2PDF"-Softwaremodul stellt die Funktionen zur Verfügung, um den Medikationsplan als PDF zu exportieren. Das exportierte PDF unter Nutzung des "FHIR2PDF" stellt ein signiertes Dokument dar.
Eigene Ansicht vs. Verwendung des e-Medikation Stylesheets (UC_eMed_05_H04)
Zur Anzeige des Medikationsplans wird von der ELGA GmbH ein Stylesheet angeboten, welches in den jeweiligen Softwaresystemen eingebunden werden kann.
- Dieses "e-Medikation Stylesheet" stellt alle notwendigen/vorhanden Informationen dar - Daten zur Person, aktuelle und vergangene Medikationsplaneinträge, geplante und durchgeführte Abgaben, etc.
Neben der Verwendung des e-Medikation Stylesheets kann auch eine eigene Ansicht des Medikationsplans in den Softwaresystemen umgesetzt werden.
Hinweis:
Darstellung des Deltas zum zuletzt importierten Datenstand im Client-System:
Für Client-Systeme kann es sinnvoll sein, eine Ansicht für GDA zu schaffen, aus der hervorgeht, welche Änderungen am Medikationsplan des:der ELGA-Teilnehmer:in seit dem letzten Behandlungskontakt vorgenommen wurden. Durch einen Abgleich der lokal gespeicherten Dauermedikation mit den gelieferten Medikationsdaten aus der zentralen Anwendung kann dem:der Benutzer:in das Delta übersichtlich dargestellt werden.
Medikationsplan erfassen (UC_eMed_06_H01)
Ein Medikationsplan besteht aus ein oder mehreren Medikationsplaneinträgen. Jeder Medikationsplaneintrag beinhaltet ein verordnetes Medikament samt Einnahmeinformation, das von der:dem ELGA-Teilnehmer:in aktuell eingenommen werden soll. Zudem enthält der Eintrag die Information, welche:r Ärztin:Arzt diesen medizinisch verantwortet.
Ein Medikationsplan beinhaltet u.a. folgende Informationen:
- Präparat (PZN, Wirkstoff, Dosierung)
- Gebrauchsanweisung (Signatur)
- Einnahmezeitraum (befristet, unbefristet)
- Verordner:in
- Hinweise
- Indikation
Hinweis:
Die nachfolgenden Informationen betreffen die Implementierung des Medikationsplans im jeweiligen Client-System:
Ein Medikationsplan wird
initial erstellt (es existieren noch keine Vorversionen):
- Neue Einträge hinzufügen:
- Manuelles Erfassen neuer Einträge mittels Angabe aller erforderlichen Informationen
- (optional) Übernahme einer durchgeführten Abgabe ohne zugehörige geplante Abgabe, wobei die Daten vor der Speicherung des Medikationsplaneintrages nochmals verändert werden können
Ein bereits
bestehender Medikationsplan (zuletzt erfasste Medikationsplanversion) wird als Basis für das Erfassen eines neuen Medikationsplans verwendet:
- Neue Einträge hinzufügen:
- Manuelles Erfassen neuer Einträge mittels Angabe aller erforderlichen Informationen
- (optional) Übernahme einer durchgeführten Abgabe ohne zugehöriger geplanten Abgabe, wobei die Daten vor der Speicherung des Medikationsplaneintrages nochmals verändert werden können
Bestehende Einträge beibehalten und ggf. verändern
- Bestehende Einträge beibehalten und ggf. verändern:
- Beibehalten von bestehenden* Einträgen der zuletzt erfassten Medikationsplanversion inklusiver aller enthaltenen Korrekturvermerke**, wobei die Daten vor der Speicherung des Medikationsplaneintrages nochmals verändert werden können
* Es können nur sichtbare Einträge übernommen werden
** enthaltene Korrekturvermerke sollen bei der Erfassung eines neuen Medikationsplans zunächst durch den GDA aufgelöst und in der neuen Version berichtigt werden
- Bestehende Einträge entfernen:
- Der GDA kann bereits bestehende Medikationsplan-Einträge entfernen, im Sinne eines Absetzens bzw. nicht Weiterverordnen in der nächsten Version des Medikationsplans
- Beim Erfassen einer neuen Medikationsplanversion stehen die abgelaufenen/befristeten Einträge nicht mehr zur Verfügung
- (tbd) Medikationsplan leeren: Soll der neue Medikationsplan keine Medikationsplan-Einträge mehr enthalten – sprich der:die ELGA-Teilnehmer:in soll derzeit keine Medikation mehr einnehmen – muss ein „leerer“ Medikationsplan geschrieben/gespeichert werden. Das bedeutet, dass alle bisherigen Medikamente aus dem Medikationsplan zu entfernen sind (ggf. sind diese bereits abgelaufen und stehen damit für die neue Version des Medikationsplans schon nicht mehr zur Verfügung).
* es können nur sichtbare Einträge übernommen werden, vgl. UC_eMed_06_Medikationsplan lesen
- Reihenfolge:
- Die Reihenfolge* der Medikationsplan-Einträge kann definiert/geändert werden. Dies impliziert keine medizinische Verantwortungsübernahme für den jeweiligen umsortierten Eintrag selbst.
- (tbd) aus fachlicher Sicht ist es nicht relevant, ob eine Umsortierung eine neue Version des Medikationsplans erfasst oder nicht; mitgeloggt soll diese Änderung dennoch werden
- für die Speicherung einer neuen Reihenfolge wird technisch eine neue Medikationsplanversion benötigt (Änderung der Reihenfolge hat inhaltliche Auswirkungen)
- soll es möglich sein, dass ein anderer GDA die Reihenfolge nachträglich ändert, obwohl der Medikationsplan nicht von diesem GDA verantwortet wird?
- ggf. reicht es aus, wenn die Reihenfolge nur einmalig beim Erfassen einer neuen Medikationsplanversion definiert werden kann
* die durch die zentrale Anwendung gelieferte Reihenfolge der Medikationsplaneinträge kann wiedergegeben werden oder bei Bedarf kann eine eigene Reihung vorgenommen werden
- Duplikatsprüfung (?)
- sofern sich am Medikationsplan inhaltlich nichts zur Vorversion verändert hat, wird die Speicherung abgelehnt
- veränderte Reihenfolge erzeugt eine neue Version (soll das nachträglich durch andere GDA überhaupt möglich sein oder nur beim Erstellen/Verantworten einer neuen Version – s. oben?)
- eigene Einträge entfernen und in gleicher Form wieder hinzufügen
Medikationsplan: Medikationsplaneinträge bearbeiten (UC_eMed_06_H02)
- Medikationsplaneinträge, die von einem GDA selbst erfasst wurden, können nachträglich von diesem GDA überarbeitet werden
Hinweis:
Hinweis zur Änderung fremderfasster Abgabeneinträge:
ofern fremderfasste Einträge korrigiert werden müssen, ist dies über einen Korrekturvermerk möglich, vgl. H03
- Zur Nachvollziehbarkeit erfolgt jede Bearbeitung von durchgeführten Abgaben über eine Versionierung
- Vorversionen werden nicht gelöscht, sondern als solche markiert
Medikationsplan: Korrekturvermerk setzen (UC_eMed_06_H03)
- Der GDA kann Medikationspläne nachträglich mittels Korrekturvermerk korrigieren, sofern ein oder mehrere Einträge fehlerhaft sind.
Hinweis:
Hinweis zur Änderung der Medikation:
Wenn sich die Medikation ändert (Medikament absetzen, Änderung der Einnahmeanordnung, etc.), ist dies über eine neue Version abzubilden und nicht als Korrekturvermerk.
- Ein Korrekturvermerk beinhaltet folgende Aspekte:
- Im Falle einer Korrektur auf Einzeleintragsebene:
- zu korrigierender Medikationsplaneintrag wird als inkorrekt markiert
- es wird ein Freitext-Kommentar als Begründung zum inkorrekten Medikationsplaneintrag erfasst
- Im Falle einer Korrektur auf Medikationsplanebene (z.B. aufgrund fehlender Einträge)
- es wird ein Freitext-Kommentar als Hinweis auf die fehlende Angabe erfasst
- es besteht die Möglichkeit bereits korrigierte Medikationsplaneinträge mit einem weiteren Korrekturvermerk zu versehen. Dabei wird der jeweilige Korrekturvermerk als inkorrekt markiert.
Medikationsplan: Löschen von Einträgen im Medikationsplan bzw. einer Medikationsplan-Version (UC_eMed_06_H04)
ELGA-Teilnehmer:innen können folgende Löschungen durchführen:
- Unwiderrufliches Löschen einzelner Einträge aus dem Medikationsplan
- das Löschen aller Einträge eines Medikationsplans führt zu einem leeren Medikationsplan (im Rahmen der Selbstbestimmung trotzdem zulässig)
- Autor der Löschung ist der:die ELGA-Teilnehmer:in bzw. die Fachanwendung, die Verantwortung über den gesamten Medikationsplan inkl. der gelöschten Einträge trägt von diesem Zeitpunkt an nicht mehr der Verfasser des Plans (GDA)
- Unwiderrufliches Löschen vollständiger Medikationsplanversionen
Ein reines „Verbergen“ einzelner Medikamente wäre nicht ausreichend, da beim Aktualisieren eines Medikationsplans durch GDA die ausgeblendeten Einträge nicht mehr aufscheinen würden und damit effektiv als gelöscht gelten. Das unwiderrufliche Löschen ist daher die einzige klare und nachhaltige Lösung; ein Ausblenden ist funktional ohnehin mit einer Löschung gleichzusetzen.
Hinweis:
Hinweis zu medizinischen Risiken am Client System anzeigen:
Beim Löschen von relevanten Medikationsdaten wird eigenverantwortlich ein Risiko einer Schlechtbehandlung durch den GDA eingegangen, das aufgrund der Informationsverknappung entsteht.
Medikationsplan: Gesetzliche Speicherfristen (UC_eMed_06_H05)
Medikationspläne werden nach Ablauf der gesetzlichen Speicherfrist gelöscht:
- 120 Jahre nach Geburt
- 30 Jahre nach Sterbedatum
Die e-Abgabe
Anzeige geplanter Abgaben (UC_eMed_07_H01)
Die geplanten Abgaben können gelesen werden:
- Inhalte der geplanten Abgaben, siehe UC_eMed_08 Geplante Abgabe schreiben
- Geplante Abgaben können Korrekturvermerke enthalten, siehe UC_eMed_07_H03
- Ausgeblendete geplante Abgaben werden in der Abgabenübersicht nicht angezeigt
- Geplante Abgaben stehen nach einer unwiderruflichen Löschung nicht mehr zur Verfügung
Hinweis:
Möglichkeiten zur Darstellung der geplanten Abgaben im Client-System:
- Zu den einzelnen Einträgen der geplanten Abgaben können folgende Informationen ergänzend dargestellt werden:
- zugehöriger Medikationsplan bzw. Medikationsplaneintrag
- zugehörige durchgeführte Abgaben
- inkl. Abgaben von Substitutionen durch andere Arzneimittel und „Leerabgaben“
(Leerabgaben sind notwendig, um im Abgabeprozess im Zusammenspiel mit dem Einlösen eines Rezepts abzubilden, dass diese geplante Abgabe auch in Zukunft nicht mehr bedient werden wird.)
- abgelaufener Gültigkeitszeitraum einer geplanten Abgabe
- abgelaufene Rezepte (?)
- Filter- und Suchfunktionen können hilfreich sein (v.a. bei Abgabenlisten, die viele Einträge enthalten)