Austrian Patient Summary (R4)
0.2.0 - STU1
Austrian Patient Summary (R4) - Local Development build (v0.2.0) built by the FHIR (HL7® FHIR® Standard) Build Tools. See the Directory of published versions
Die Austrian Patient Summary (APS) baut auf der International Patient Summary (IPS) auf. In diesem Sinne sind grundsätzlich auch die folgenden Abschnitte der IPS zu beachten:
Für die APS besonders wichtige Aspekte werden hier hervorgehoben, insbesondere dann, wenn von der IPS abgewichen wird.
Die APS baut auf dem HL7® Austria FHIR® Core Implementation Guide (HL7AT Core IG), Version 2.0.0 und dem HL7® Leitfaden für die International Patient Summary (IPS), Version 2.0.0 auf.
Nachdem es in FHIR® nicht möglich ist, mehr als eine Basisdefinition für eine StructureDefinition-Ressource anzugeben, wird nach Möglichkeit immer das entsprechende Profil aus dem HL7AT Core IG als Basisdefinition angegeben und das entsprechende Profil aus der IPS mit Hilfe der imposeProfile-Extension eingebunden.
Wenngleich die imposeProfile-Extension dazu führt, dass die APS dem HL7AT Core IG und der IPS entspricht, ist das Lesen des IGs schwieriger - siehe dazu Lesen des IGs mit imposeProfile.
Zusätzlich wurden bei der Erstellung der APS die Vorgaben aus dem Requirements Catalogue im Rahmen von MyHealth@EU berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf die Erweiterung der verpflichtend zu befüllenden Sektionen. Weitere Erläuterungen finden sich im Kapitel Hintergrund.
Durch den Einsatz der imposeProfile-Extension werden bei der Validierung automatisch die Spezifikationen des HL7AT Core IG und der IPS berücksichtigt.
Wie bei der IPS wurde bei der APS folgender Profilierungsansatz gewählt: Anstatt die Ressourcen streng zu beschränken, wurden hauptsächlich die Pflichtelemente des Minimaldatensatzes festgelegt, während anderen offen bleiben. Dieser Ansatz erleichtert die Wiederverwendung der Profile und erlaubt den schrittweisen Zugriff auf zusätzliche relevante Informationen, um zukünftige Anforderungen und spezifische klinische Anwendungsfälle abzubilden.
Wo möglich wurden die Profile der APS auf jene Aufgebaut, die der HL7® Austria FHIR® Core zur Verfügung stellt. In der Folge wurden alle Profile der APS dahingehend angepasst, dass für alle Referenzen nach Möglichkeit die Profile der APS selbst verwendet werden.
Durch die Einbindung der IPS-Profile mit der imposeProfile-Extension wurden die "Must Support"-Markierungen und Obligations nicht in die APS übernommen.
Einen ähnlichen Zugang verfolgt die in Aufbau befindliche European Patient Summary (EPS) von HL7EU. Diese Entwicklungen werden beobachtet und zu gegebener Zeit berücksichtigt.
Wenn eine verpflichtende Sektion der APS leer bleibt, weile keine relevanten Informationen vorliegen oder verfügbar sind, muss „Composition.section.emptyReason“ befüllt werden, sodass der Grund dafür ersichtlich ist (z.B. "nicht verfügbar" oder "nicht abgefragt"). Nicht verpflichtende Sektionen dürfen bei der Erstellung der Patient Summary weggelassen werden. Auch mittels Ressourcen können fehlende Informationen dokumentiert werden, z.B. mittels SNOMED Codes, dass keine bekannte Allergie vorliegt. Das Ziel ist, die Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit der Patient Summary sicherzustellen – auch bei fehlenden Informationen.
Die Herkunft der Daten in den erstellten FHIR® Ressourcen soll jeweils in meta.source dokumentiert werden.
- Die konkrete Formatvorgabe für
meta.sourcebefindet sich noch in Ausarbeitung.- Zurzeit ist noch nicht geklärt, aus welchen Quellen (z.B. e-Befunde, e-Impfpass, e-Medikation, etc.) bzw. über welche Mechanismen die Informationen in die APS übernommen werden und in welchen Sektionen dieses Informationen abgebildet werden.
- Um zukünftige Anwendungsfälle abdecken zu können, besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich Provenance zu verwenden.
Die primären Terminologien der IPS (SNOMED CT, LOINC, UCUM, etc.) werden in der APS dort, wo es notwendig ist, um nationale Terminologien ergänzt.
Die nationalen Terminologien sind über den österreichischen e-Health Terminologieserver abrufbar.